- Grundsatzprogramm -

 

1.     Rückführung des Versichertenrisikos auf den Versicherungsträger, Erkrankungsrisiko und Kostenrisiko und Kostenrisiko liegen bei der Versicherung, nicht beim Arzt.

2.     Umwandlung des Sachleistungsprinzips der Gesetzlichen Krankenversicherung in ein Kostenerstattungssystem mit Versicherungspflicht und Beitragsbemessung nach Familieneinkommen. Rechnungsstellung an den Patienten nach gesetzlicher Gebührenordnung mit festen Gebührensätzen und progressiver Anpassung, damit Vereinfachung der Verwaltung, Kostensenkung und Kontrolle durch den Patienten.

3.     Erstattungsanspruch nur für Regelversorgung, sozial gestaffelt, mit Eigenbeteiligung unter Ausgrenzung von Individualrisiken, wie Sportunfällen.

4.     Reduktion der MWSt. auf Medikamente und Heilmittel.

5.     Freie Arztwahl und Therapiefreiheit im Rahmen aller medizinisch anerkannten Methoden, ohne qualitative Ausgrenzung und freier Wettbewerb einschließlich des Krankenhauses und der Pharmaindustrie.

6.     Die Renten müssen angepaßt werden, um auch älteren Menschen eine individuelle Krankenversicherung zu ermöglichen. Die durch den Anstieg des durchschnittlichen Lebensalters bedingt steigenden Kosten können nach dem Verursacherprinzip durch Abgaben auf Genußmittel neutralisiert werden.

7.     Der Arbeitgeberbeitrag zur Krankenversicherung wird zum Zwecke der Kostentransparenz dem Arbeitnehmer ausgezahlt.

8.     Kontrolle der Verwaltungskosten analog der Bundesaufsicht für private Versicherungen.

9.     Umstrukturierung des Krankenhausapparates und Förderung von ambulanten Operationen.

10.  Belohnungssystem als Anreiz auf Vorsorgeuntersuchungen.

Wir brauchen ein Krankenversicherungssystem, das dem mündigen Bürger endlich auch in diesem Bereich das ihm zustehende Maß an Freiheit, Leistung und Verantwortung zuweist. Das Gesundheitswesen muß für alle Beteiligten durchschaubar und demokratischer Kontrolle unterworfen werden, um zukunftssicher und individuell anpassungsfähig zu sein.

Das Forum Freiheitliche Medizin steht für alle Berufsgruppen offen und ist gegenüber allen im Gesundheitswesen beteiligten Personen und Institutionen gesprächsbereit, weil nur in einem freiheitlichen Gesundheitswesen die berechtigten Bedürfnisse der Patienten befriedigt werden können.